Hier meine Anfrage zur nächsten Stadtratssitzung:
Zitat von der Webseite der Stadt Weimar: „Er [der Hort] versteht sich als eine Familien ergänzende und den Unterricht unterstützende Einrichtung, fördert die Selbständigkeit der Kinder, schafft Voraussetzungen, soziales Verhalten zu üben, verantwortlich zu handeln und den individuellen Bedürfnissen und Neigungen nachzugehen.“
Dieser tatsächlich pädagogisch wichtige Anspruch jedes Kindes kann entzogen werden, wenn Eltern in einem signifikanten Ausmaß ihrer Verpflichtung zur Entrichtung der Hortgebühren nicht nachkommen.
Leidtragende sind dann die Kinder, ihnen wird der Besuch des Horts verwehrt. Erschwerend kommt hinzu, dass diese Kinder z.T. noch zu jung für den Besuch eines Jugendclubs sind. Statt mit sozialen Kontakten und inhaltlicher Förderung besteht die Gefahr dass Kinder ihre Nachmittage allein vor Fernseher, Laptop
oder mobilen Endgeräten verbringen.
In diesem Zusammenhang fragen wir die Stadtspitze:
1. Wie viele Kinder sind aktuell von solchen Ausschlüssen des Hortbesuches betroffen?
2. Wie verteilen sich diese Fälle auf Weimars Schulen?
3. Ab welcher Höhe der Rückstände werden in Weimar solche Ausschlüsse ausgesprochen?
4. Welche Möglichkeiten sieht die Stadt Weimar den Schüler*innen alsbald wieder den Hortbesuch zu ermöglichen bzw. welche unterstützenden Maßnahmen gibt es?
5. Geht die Stadtspitze mit uns konform, dass es sinnvoll wäre, die Schuldenregulierung darauf zu fokussieren, dass primär die aktuellen Hortgebühren und nachrangig die Altschulden bezahlt
werden? Auf diese Weise könnte das Kind zeitnah wieder in den Hort besuchen, während die „Altlasten“ nach und nach abgetragen würden.
#schule #Schulhort #SPDvorOrt